Während die „Großen“ der Branche (Amazon, ebay, etc.) solche Anpassungen in ihre globalen IT-Infrastrukturen einpreisen und automatisiert in der gesamten EU ausrollen, stehen kleine Händler vor einem Berg aus neuen Kosten und Risiken. Jede neue Schaltfläche und jedes zusätzliche Label ist eine potenzielle Goldgrube für Abmahnvereine, die nur darauf warten, dass ein Komma falsch gesetzt ist oder die Farbe des Garantiesymbols nicht exakt der EU-Norm entspricht.
Die Folge dieser Regulierungs-Wut ist paradox: Anstatt den Wettbewerb zu fördern, werden die Hürden für den Einstieg in den E-Commerce so hoch gelegt, dass immer mehr kleine, spezialisierte Anbieter aufgeben oder sich erst gar nicht auf den Markt trauen. Am Ende gewinnen genau die Giganten, deren Marktmacht man eigentlich einschränken wollte.
Mein Rat an alle Betreiber: Lassen Sie sich nicht entmutigen, aber nehmen Sie die Fristen ernst! Die IT-Anpassung ist ärgerlich, aber eine Abmahnung aufgrund formaler Fehler ist die weitaus größere Katastrophe.







